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Uff. Mit dieser Frage hatte ich nicht gerechnet. Ich ließ mich gegen den Stuhlrücken sinken, legte meine Arme auf die Lehnen, atmetet aus, zupfte mit Zeigefinger und Daumen an meiner Unterlippe herum und dachte nach.

“Das ist nicht leicht” sagte ich. Nach so vielen Jahren miteinander ist es ja nicht so wie in der ersten himmelsstürmenden Verliebtheit, die sagen würde “Er hat so wunderschöne Augen. Und dann seine Hände, seine Hände sind so groß und er bringt mich zum Lachen”. Natürlich hat er noch immer wunderschöne Augen und große Hände und schafft es noch immer im Handumdrehen, dass ich lache. Natürlich ist das so und doch hat unser Zusammenleben im Laufe dieser mittlerweile doch schon recht vielen Jahre eine ganz andere Qualität und Tiefe bekommen. Nein, es war nicht immer leicht mit ihm, mit mir, mit uns und Krisen gab es auch, aus denen sich ein Trennungsgrund hätte herauskristallisieren können und doch sind wir noch immer zusammen, während andere schon mindestens einmal wieder geschieden, zum x-ten Male neu verliebt sind oder nur noch so aus Vernunftsgründen nebeneinander her leben.

Ja, ich liebe diesen Mann aber wie drückt man das am besten in einem kurzen Satz aus? Ich könnte einfach sagen “Ich liebe ihn” aber das so ein Allgemeinplatz, der der Frage nicht gerecht würde und da war sie auf einmal, meine Antwort:

“Wir teilen unser Leben miteinander.”

Ja, wir teilen unser Leben miteinander. Und dieses ‘teilen dürfen’, das ist es: Etwas so ungeheuer Intimes, das diesen Satz “In guten, wie in schlechten Tagen” beinhaltet.

Sich in guten Tagen zu lieben, ist das Einfachste der Welt.

In den schlechten Tagen, wenn du deine Seele entblößt, deine Angst offenbarst, deine Machtlosigkeit, deinen Schmerz, deine Hilflosigkeit, wenn du vollkommen wehrlos bist, wenn es so leicht wäre, dich fallen zu lassen, dich weg zu schmeißen, auf dich einzutreten, wenn es so leicht wäre, dich allein zu lassen und du stattdessen deine Augen öffnest und in seine siehst und er deine Hand nimmt und noch immer neben dir steht und dich trägt, auch ohne viele Worte, dann spürst du es, dieses Teilen.

Wir teilen unser Leben miteinander.

Lanesplitter? Moi!

Eine der großartigsten Diven aller Zeiten ist

Miss Piggy
– ich liebe ihr “Moi!”.

Ich bin keine Diva, aber Lanesplitter hat eindeutig etwas divöses an sich, denn als ich diesen genialen Rock zusammengenäht hatte und das erste Mal anzog, da regte sich dieses “Moi!” ganz heftig in mir, auch wenn ich keine langen blonden Locken habe, die ich hinter mich werfen kann.

Als mir Lanesplitter das erste Mal aus dem Bildschirm entgegen blinkte, war mir klar, dass ich dieses Teil stricken und haben wollte, ganz egal, ob es mir passen würde oder nicht. Was für ein Glück: Dass Lanesplitter perfekt passen wird, ist mir schon jetzt klar, obwohl ich noch das Bündchen für den oberen Abschluss anstricken und das elastische Gummiband da hinein einziehen muss. Was für ein geniales Stück, das sich immer wieder neu varieren werden lässt – Design, genau so, wie ich es liebe: Überraschend einfach und doch mit dem ganz besonderen bischen Etwas, das es einzigartig macht! Chapeau, Tina Whitmore!

Lanesplitter hat natürlich eine Vorderseite,

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wie auch eine Rückseite:

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Bessere Bilder wollten mir auf die Schnelle nicht gelingen, mir fehlt halt die Entourage einer Miss Piggy, meine Haare sind leider nur lockig und sonst nichts.

Technische Daten:
3 Knäuel Noro Kureyon 161
3 Knäuel Noro Kureyon 154
bestellt bei Wollsucht
Gesamtgewicht 291 g
Gestrickt mir Nadeln Nr. 5

Wir ziehen unsere Mitarbeiter so lange über den Tisch, bis sie die durch die Reibung erzeugte Hitze für Nestwärme halten …

Schnee, der auf Zedern fällt

von David Guterson.

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Vorab: Lesen! Unbedingt lesen!

Dem Autor ist mit seinem Erstlingswerk ein eindrucksvoller Roman gelungen, der die zärtlich gezeichneten Psychogramme seiner Hauptdarsteller rund um einen beiläufig geschehenden Tod in einer alltäglichen und kleinen, noch vom 2. Weltkrieg geprägten Gesellschaft webt.

Dieser in den Fokus des Geschehens gestellte Tod lässt eine bittere Liebe, Geschichte, die Suche nach der verlorenen Heimat, ethnische Hintergründe, Pflichtgefühle, Träume, Enttäuschungen, Polemik, Rassismus und Vorurteile, Traumatisierungen, das Reifen der Persönlichkeit und die durch in ihrer Schlichtheit grandiose Schilderung der Natur in einer Geradlinigkeit aufleuchten, die mitfühlen lässt, betroffen, nachdenklich macht und damit begreifbar wird.

Absolut grandios!

Lin

Über meine strickenden Jahre hinweg habe ich gewisse Vorlieben aber auch Wünsche, mein Hobby betreffend, entwickelt.

Ich liebe Schurwolle und Alpakawolle, habe kein Problem mit Kratzigkeiten, interpretiere Anleitungen immer wieder um und neu und Garn- und Farbvorgaben haben mich noch nie wirklich interessiert.

So manchen meiner kleinen Garn- und Faserwünsche habe ich mir mittlerweile erfüllen können, andere, wie der Wunsch, einmal Qiviut-Garn zu verstricken oder ein Skaska-Spinning Kit mein eigen zu nennen, werden wohl Utopie bleiben, was auch nicht weiter schlimm ist, denn so kann ich wenigstens weiter davon träumen ;) .

Dank Wollsucht konnte ich mit Lin

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einen weiteren meiner kleinen Garnträume Wirklichkeit werden lassen. Ich hegte schon seit langem den Wunsch, einmal reines Leinengarn zu verstricken und ich muss sagen, als ich die Knäuel auspackte, war ich doch sehr überrascht von der sanften und weichen Textur des Garnes!

Rauher wird es dann wohl irgendwann einmal mit reinem Nesselgarn werden, das ich ebenfalls irgendwann einmal verarbeiten möchte, aber das ist ein anderes Thema.

Aus Lin soll die Counterplane Blouse von Mercedes Tarasovich-Clark werden,

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deren Anleitung in der Interweave Knits Summer 2010 veröffentlicht wurde.

Und von welchen Garnen träumt Ihr so?

Schutz gefunden

Als heute am frühen Abend ein Gewitter über uns zu toben begann und der Regen nicht aus den Wolken fiel, sondern floß, da hatte es unser Hausspatz wohl irgendwie nicht mehr bis in sein Nest hinter der Regenrinne unterm Dach geschafft,

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weshalb er dann etwas zerzaust und ziemlich nass oberhalb der Tomaten Schutz suchte und fand.

Miese kleine Sauger

Das Wetter hat sich mittlerweile zum Glück abgekühlt, aber die schwülen Wochen davor forderten doch Tribut:

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Gerade mal 3 gelbe Zucchini konnte ich ernten, dann erlag meine Zucchinipflanze einer Übermacht an roten Spinnmilben …

Im Shop von Frau Wo aus Po gibt es einzigartige, wenn-weg-dann-weg-Wolle, die, bis ich sie entdecke, normalerweise schon so schnell weg war, dass ich über einen längeren Zeitraum hinweg konsequent in die Frau-Wo-aus-Po-Wollofenröhre geguckt habe.

Nun endlich aber küsste auch mich die Glücksfee und ich darf “Pfefferminzia” und “Sommerflieder” mein eigen nennen:

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Ich bin voll und ganz davon überzeugt, dass aus dieser prächtigen Farbkombination ein gar bonfortionöser Schulterwärmer (Shawl, Tuch, was-auch-immer) werden wird, nur nach welcher Anleitung er/sie/es werden wird, ist mir bisher noch völlig unklar.

Für Anregungen jeglicher Art bin ich überaus dankbar.

Ins eigene Fleisch …

In der RNZ erschien ein Artikel darüber, dass sich mittlerweile ein Drittel der Schülerinnen im Rhein-Neckar-Kreis zwischen 14 und 16 Jahren selbst absichtlich Schnittverletzungen zugefügt haben.

Als wäre das alleine nicht traurig und schlimm genug, wird im Anschluss dieses Artikels von Lesern z. T. in einer Art und Weise kommentiert, die sehr klar erkennen lässt, dass in unserer Gesellschaft mehr als nur Grundwerte abrutschen. Einfach dem Link über dem Wort Schnittverletzungen folgen, nach unten scrollen und der Reihe nach lesen: Hier wird der Umkehrschluss gezogen von Borderlinestörungen über versagende Eltern via verbombte Kindheiten bis hin zum Mord an Dominik Brunner.

Einfach nur erbärmlich!

Tomatl

Dieser Sommer gefällt mir zwar gar nicht, meinen Tomatenpflanzen aber scheint er sehr zu gefallen – und ich kann es kaum erwarten, bis es endlich soweit sein wird, die ersten Früchte zu ernten!

Green Zebra:
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Cerise Gelb:
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Marmandino:
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