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Herzchenfersespickelfrage

Ich habe eine Frage an die Socken-Champs unter Euch:

Ich habe gestern das erste Mal eine ganz andere Fersenvariante als die Bumerangferse gestrickt und vor lauter Begeisterung darüber, wie gut das funktionierte, überlesen, dass die Abnahmen für den Spickel in jeder 2. Runde erfolgen sollen.

Nun, in meiner Begeisterung habe ich in jeder Runde abgenommen. Daher meine Frage an Euch:

Kann ich den Spickel so lassen oder ist es ratsam, ihn zurück zu stricken und noch einmal neu von vorne zu beginnen?

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Ich hoffe, Ihr könnte mir helfen!

So arbeitet die Post:

Alles von heute und die restliche Post zerknittert und babbig:

Das Zauberglöckchen ist noch recht glimpflich davon gekommen:

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Wenn ich sehe, was sie aus Janas Umschlag gemacht haben, möchte ich eigentlich nur noch speien … soviel liebevolle Arbeit einfach zerrissen … wenigstens war der Strang Wolle noch drin:

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Liebe Anja,
Du hast mich gestern gefragt, ob Deine Pralinchen schon bei mir angekommen sind. Nein, auch heute waren sie nicht im Briefkasten und wenn ich sehe, was diese Spacken schon mit der wolligen Post angerichtet haben, dann wird mir ganz bang um’s Herz …

Ich bin eine Ente

Enten haben kurze Beine und watscheln. Sie haben interessante Federn und einen runden Körper. Enten haben einen Schnabel, den sie gerne und oft benutzen. Zum Quaken, zum Fressen und zum Quaken beim Fressen. Mal quaken sie lauter, mal leiser, aber immer meistens. Es gibt Sachen, die Enten sehr gut können und es gibt Sachen, die sie nicht gut können.

Eine Ente ist und bleibt eine Ente, so wie ein Schwan ein Schwan ist.

Ich bin eine Ente und eine unbewegliche dazu, was mir bei nahezu jeder einzelnen Yoga-Übung bewusst wird. Atem- und Augenübungen sind da logisch außen vor. Ich ziehe meinen Kurs durch, denn wenn ich mich zu etwas entschlossen habe, dann möchte ich das auch beenden. Meine Unbeweglichkeit aber, die frustriert mich einfach. Wenn alle anderen Teilnehmerinnen, außer mir, eine Übung korrekt ausführen können, ja, dann ist das mein ganz persönliches Problem, wenn ich nicht dazu in der Lage bin, sie auszublenden und mich ausschließlich voll und ganz auf mich zu konzentrieren, das sehe ich ein und das ist auch richtig so. Im Alltag aber, da bleibt es nicht aus, dass ich mich auch nach außen orientiere, mich postioniere und einfach so den Schalter umlegen, sorry, das wäre schön, kann ich aber nicht. So kämpfe ich nun einmal in der Woche mit meinem starren Körper und meiner vollkommen subjektiv erlebten Frustration nicht mithalten zu können.

Braucht mir jetzt niemand damit zu kommen, dass ich mich nicht ins Adipöse hätte “ernähren” müssen, mit dem übermäßigen Essen einfach aufzuhören ist für mich alles andere als einfach. Brauche auch nicht das Argument, dass ich aus den Augen verloren habe, meinen Körper als meinen ureigenen Tempel zu hegen und zu pflegen. Als Tempel nämlich habe ich ihn nie erlebt und schützens-, hegens- und pflegenswert wahrgenommen habe ich ihn schon dreimal nie nicht.

Ich will auch nicht, dass mir jemand mitleidig übers Köpfchen streicht, das bockige. Sowas kann ich erst recht nicht leiden.

Ich stoße ganz einfach nicht gern an Grenzen und an selbstgemachte noch viel ungerner.

Ich zieh das durch, auch wenn mir so wie heute, danach ein heißes Kratzen den Hals hoch steigt und ich mir rechts und links eine wütende Träne aus den Augenwinkeln wische.

Psychedelische Würmer

Vor so sechs Jahren, das war noch vor der Zeit der tollen Wolleselbstfärberinnen, die es jetzt gibt, habe ich ein Knäuel Regia Nordic Color-Sockenwolle, Farbe 5515, in einem schnuckligen kleinen Wolleladen in Bammental gekauft, den es leider seit Längerem nicht mehr gibt, was ich auch jetzt noch sehr bedaure.

Als ich vor einiger Zeit irgendwo etwas von sogenannten Wurmsocken las, die ohne Ferse gestrickt werden und dazu noch mit einer sehr guten Paßform überzeugen sollten, entschied ich mich ohne weitere Anleitung dazu, mein Wurmexperiment mit dieser Wolle zu beginnen:

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Mit 2,25er Nadeln habe ich 60 Maschen angeschlagen, den Mustersatz mit 4 Maschen rechts und 2 links für jeweils drei Runden, dann für die Spiralbildung den Maschensatz um jeweils 1 Masche nach links versetzen:

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Für die Spitze habe ich auf jeder Nadel in jeder Runde jeweils die 2. und 3. Masche rechts zusammengestrickt:

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Experiment gelungen, wird wiederholt! Irgendwann. Socken passen perfekt! Psychedelische Würmer halt.

Morgen Strickperlentreff!

Morgen, Mittwoch, den 03.02.2010, 15:00 Uhr, in der Bäckerei Banschbach in Aglasterhausen, treffen sich die Strickperlen zum zweiten Mal in diesem Jahr!

Und ich bin wieder nicht dabei.

Mädels, ich wünsche Euch morgen auf Euren Wegen keinen Schnee und kein Eis auf Euren Straßen! In Gedanken bei Euch, werde ich mich beim Yoga wieder fragen, warum ich mir das antue. Meinem Körper wird das alles egal sein und er wird mir mental die Hand schütteln, wenn ich nach Hause fahre …

Wie war das noch mit dem Fleisch und dem Geist und dem Willen und dem Körper?

Von fern

Aus 8.300 km Entfernung die Nachricht von Schatten auf der Lunge. Von Gewichtsabnahme. Eine bettlägrige Stimme, die nach Luft ringt.

Geschwister, die sich schon so viele Jahrzehnte fern sind und im Herzen doch so nah.

Der Älteste ist krank. Lebt in einem Land mit so ganz anderem medizinischen Standard wie hier. Mit einem Wissen um diese Schatten seit zwei Wochen und dem Wissen, dass der nächste Termin erst Mitte Februar sein wird. Hat bis vor Kurzem, mit 70 Jahren, noch gearbeitet.

Der Versuch, Tränen zu trocknen. Schlechter Schlaf. Bauchweh und Erinnerungen, die sich Raum brechen.

Nichts und doch alles wissen, vor allem darum, dass niemand vor seinem Leben davonlaufen kann.

Flocke

Heute morgen in den Schneewirbel gestellt. Mit ausgestreckten Armen und dann die Flocken, die sich an ihnen fingen, ganz nah vor die Augen gehalten.

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Die Vielfalt bestaunt. Die immer wieder einzigartigen Schönheiten. So wie als Kind schon.

Als ich gestern nach Hause kam, hatte Herr Ev Kinokarten reserviert. Für Avatar in 3D.

Viel gehört hatten wir in den letzten Wochen darüber, das älteste Kind war schon drin, kam begeistert wieder heim. Nun wollten wir selber im Bilde sein.

Ich hab da jetzt erst mal eine Nacht drüber schlafen müssen über die Eindrücke, die da auf mich einströmten. 3D habe ich immer wieder mal in Filmform gesehen, wobei vor vielen Jahren Andy Warhol’s Frankenstein den absoluten Tiefpunkt bildet und wohl auch für immer bilden wird.

Nün ja, wo fange ich an? Vielleicht bei “edel sei der Wilde, hilfreich und gut”? Bei David gegen scheinbaren Goliath? Bei den Aborigines, den Nordamerikanischen Ureinwohnern oder allen allen nativen Völkern, denen wir aufgeklärten Neuzeitler immer wieder ihre Daseinsgrundlagen wegnahmen, ausbeuteten, zerstörten und – by the way – immer noch kräftig dabei sind!?

In dieser Geschichte sind wir die Aliens, die bösen Cowboys quasi und die Na’vi die blaue Version der Indianer, die hier zum Glück nur verloren scheinen.

Das Böse kriegt ordentlich eins auf die Mütze, wobei ich sagen muss, dass der Böse an sich schon ‘ne echt fiese und zähe Sau ist.

Solange Kawazkawamm in einer gut unterhaltenden Geschichte untergebracht ist, habe ich nichts gegen Knall und Kampf – gehört halt in diesem Genre dazu und die Version eines blauen Gandhi wäre wohl auch nicht so erfolgreich an den Kinokassen. Mit einer solchen Einstellung bekommt man keinen Nobelpreis und wohl erst recht keinen Oscar vom Butterbrot gezogen.

Ich will im Kino unterhalten werden und das wurde ich. Nicht von der Story und dem Plot an sich, aber von der liebevollen Ausstattung des Sets. Wunderschön, diese leuchtende Welt, nicht nur, aber ganz besonders verzaubernd in der Nacht, wunderschön auch die angsteinflößensten Kreaturen, das sonst auch nicht immer die Regel. Ich saß im Sessel, die schwarze Brille über meiner eigenen, hörte auf zu denken, staunte nur noch, nahm auch nicht mehr wahr, ob das jetzt 3D war oder nicht, versank einfach nur in den Bildern.

Und diese wuchtigen Bilder aus phantastisch kreativer Vielfalt sind es auch, die Avatar für mich absolut sehenswert machen und es schafften, mich in über 161 Minuten nicht einmal an meinen Hintern im Kinoplüsch denken zu lassen.

Ganz ehrlich: für mich ist es nicht der intellektuelle Hintergrund hinter einem guten Film oder einem guten Buch, die für mich zählen, sondern einzig und allein die Tatsache, an einem gut erzählten Märchen teilhaben zu können, denn gute Märchen sind und bleiben etwas für das Kind in mir. Und dass in Wirklichkeit die Indianer die Sieger gewesen und geblieben wären, das war sowieso schon immer mein Wunsch.

Reingehen!

S wird nicht besser …

Zwei Jahre fahre ich nun schon wieder Bahn. Zwei Jahre, in denen allenthalben immer wieder zu hören war, wie sehr man sich auf den Anschluss an das S-Bahnnetz freue, weil dann alles besser werde.

Ach, schöner Traum!

In zwei Jahren Bahn war die morgendliche Abfahrt vielleicht mal um, wenn’s hoch kommt, 5 Minuten verspätet. Als es heute morgen bei – 10,5° C durch den Lautsprecher hieß, dass die Ankunft der S-Bahn sich um mindestens 10 bis 12 Minuten verspäten würde, hatte ich meine S-Lektionen schon so gut gelernt, dass ich mich sofort umdrehte, mein Auto startete und die nun folgenden fast 40 km lieber fuhr, als auf Godot zu warten.

Das große S beglückt uns seit Dezember 2009 und was sich seither an Verspätungen ansammelte, toppt tatsächlich lässig alles, was in den zwei Jahren vorher passierte.

Davon mal ganz abgesehen:

Die Bahnsteige wurden allesamt umgebaut, erhöht, damit ein problemloses, eigentlich nahtloses Einsteigen direkt in den Wagen möglich wäre. Die Realität sieht so aus, dass zwischen Bahnsteig und Wagen ein doch recht veritabler, breiter Spalt klafft. Da heißt es bei Ein- und Ausstieg “Aufpassen!”, denn sollte man da hinein rutschen oder hängen bleiben, würde man nicht nur ganz schön alt aussehen!

Die Uhrzeit ist auch so eine Sache, seit Monaten schlägt es nicht nur an unserem Bahnhof 24 Stunden am Tag “High noon”. Da bewegt sich nix von ganz kurz vor 12 auf 12. Ist vielleicht auch besser so, da fällt es ohne Durchsage nicht auf, wenn die ach so pünktliche mal wieder nicht so püntklich ist.

Wenn man einen S-Sitz ergattert, was zu den Drang- und Stoßzeiten manchmal gar nicht so einfach ist, sollte man nicht größer als 1,60 m sein und keine Konfektionsgröße jenseits S (Haben Sie ihn bemerkt, den kleinen Wortwitz? Hahaha!) haben, wenn man nicht auf ansonsten nicht ausbleibenden Körperkontakt mit Nebensitzern abfährt. Sitzt in einer 4-Polstersitzgruppe bereits ein männlicher Reisender, der deutlich erkennbar über 1,80 m groß ist, dann suchen sie nach einem anderen Platz, denn diese Körpergröße, samt im Sitzen kräftig gespreizter Beine, samt einer Konfektionsgröße natürlich deutlich über einem S (Gönnen Sie sich hier ein hysterisches Hahaha!) bedeutet, dass Sie gequetscht sitzen werden und dazu noch krampfhaft versuchen, ihre Beine und Füße sehr nah an sich zu ziehen, damit sie unbeschädigt bleiben. Setzt sich ein solcher Riese zu Ihnen, dann haben sie einfach die Arschkarte gezogen und müssen da durch … Es wird eng werden, sehr eng, so lange das alles ohne Ausdünstungen bleibt, werden Sie das Aussteigen (Achtung! Spalt!) sehr genießen!

S könnte alles so schön sein!

Und bei Ihnen?

Warme Hähnchen

Jedes Mal, wenn meine Mutter und ich uns treffen, versorgt sie mich mit Amüsantem, Artikeln, Links, kurz mit allem, was sie unterschiedlichen Zeitungen zum Thema Stricken und Handarbeiten an und für sich gefunden hat.

Dieses Mal war ein kurzer Text samt einem Bild von bestrickten englischen Hühnern dabei, die so vor Kälte und Schnee geschützt werden sollen:
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Erst mal haben wir uns augeschüttet vor Lachen und wollten dieser herrlichen Skurrilität umgehend auf den Grund gehen, was kein Problem war, denn der Link dazu war angegeben.

Da wir nicht gleich fündig wurden, tauchten wir ins Archiv der angegebenen Seite ab und fanden was wir suchten im Januar 2009!

Da ich nicht einfach schnöde die Bilder zu mir “pflücken” möchte, bitte hier klicken:

Frozen chicken

Wer jetzt denkt, dass die spinnen die Briten, dem sei gesagt, dass es sich bei den Hennen um nahezu kahle & ehemalige Legebatteriehühner handelt, womit ihre Pullover ihnen nicht nur angenehm, sondern auch nützlich sein dürften.

Einen weitere Erwähnung zum Thema “warmes Hühnchen nicht im Auflauf, sondern in der Strickware” fanden wir im Juni 2009:

Another serving of cold chicken

Der dazugehörige Film zeigt nicht nur die bekleideten Hühnchen, sondern auch ihre Strickerinnen und ist absolut sehenswert – besonders schön der Satz der einen alten Dame “Ich habe alles unter der Sonne gestrickt, nie aber etwas so verdammt kompliziertes!”

Ich mag sie, die Engländer!

Field Day ist allerdings auch abseits strickiger Themen sehr lesenswert!

Und ich habe mir vorgenommen, diese Strickschnipsel meiner Mutter zu archivieren.

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