Eine zweite Geburt
25. November 2009 von Ev
Unfassbar der Inhalt dieses Spiegel-Artikel um rund 23 Jahre im Leben des Belgiers Rom Houben und das, was dann passierte.
Unfassbar diese Dimension des Grauens, unfassbar zu schreien, in den eigenen Körper hinein, ohne dass es äußerlich wahrgenommen wurde.
Unfassbar die Dimension und Aussagekraft diese Zitate:
“… Das ergibt eine unrühmliche Quote: Gut 40 Prozent aller Wachkoma-Patienten werden demnach fälschlich als hoffnungslos eingestuft. …”
” … Auch in Deutschland ist das ein Problem. Hier wird nicht einmal unterschieden zwischen vegetativem und minimal bewusstem Zustand. Solange die Patienten noch in der Obhut einer Klinik sind, muss das kein Schaden sein: Gute Betreuer beobachten, ob sie etwa bei einer Luftröhrenspiegelung schwitzen oder Grimassen schneiden. Dann bekommen sie Medikamente gegen die Schmerzen, bis sie sich wieder entspannen. …”
Letzteres bedeutet, dass diese armen Menschen, denen es so ergeht wie Rom Houben, in unserem Land solche Eingriffe prinzipiell erst einmal ohne den Einsatz sedierender oder den Schmerz nehmender Medikamente erleben müssen.
Unfassbar!